DER NEUE TAG
Freitag, 11. 11. 2011

Münchner Merkur, Erdinger Anzeiger, 20. Nov.2010
Erding – In einer kleinen Werkschau präsentiert der Künstler Horst R. Stano
in den Räumen des Kunstvereins Erding im Schönen Turm Arbeiten aus 20 Jahren.

Eine Brücke schlagen zwischen geistiger und realer Welt, Bilder entstehen lassen ohne thematische
Vorgaben und dabei einen Dialog zwischen dem völlig ungegenständlichen Geschehen auf der
Leinwand und inneren Bildern zulassen – das ist der Ansatz, den Horst R. Stano in seiner Arbeit verfolgt.
Seit 1991 malt er, ist fast seit der Gründung des Kunstvereins Erding Mitglied und präsentiert in den
Räumen des Vereins im Schönen Turm bis Sonntag, 21. November, 14 Uhr bis 19 Uhr, in einer einzigartigen
Werkschau großformatige Bilder in Acryl und kleinformatige Aquarellele aus verschiedenen Schaffensperioden.
„Zu der Werkschau habe ich mich entschlossen, weil diese die Möglichkeit zulässt, einen Blick in meine
künstlerische Vergangenheit zu werfen“, so Stano. Er hat seinen gesamten Fundus durchgearbeitet mit
über 600 Arbeiten auf Papier und etwa 350 Bildern in Acryl. Bis ins Jahr 1993 reichen die ausgestellten
52 Werke zurück. Dabei hat er sich für frühe, gegenständliche bis zu neuen abstrakten Werken enttschieden.
Mit kleinen Arbeiten, die mit Filzstiften nebenbei beim Telefonieren entstanden, begann er und entdeckte die
Leidenschaft zur Malerei. Etwas von dieser frühen Arbeitsmethode ist geblieben.
Stano malt nicht an der Staffelei, sondern auf dem Boden oder der Tischplatte. Der Filzstift ist inzwischen der
Maurerkelle, Küchenrolle oder dem Kaffeelöffel gewichen und als Materialien verwendet er neben dem Acryl
beispielsweise auch Sand, Vulkanasche oder alte Zeitungsseiten und Buchseiten. Sie arbeitet er in seine
collagenhaften Bilder ein.
„Ich habe ein fotografisches Gedächtnis, lasse mich dadurch inspirieren und male aus der Erinnerung heraus,
beim Lesen von Büchern entstehen oft auch innere Bilder, die ich durch das Malen nach außen trage“, erklärt Stano.
nie.
